K (2017)
LichtKlangInstallation und temporärer Schutzraum

10.04. - 14.04.2017 · 12-21.30h
Lutherkirche
Martin-Luther-Platz · 50678 Köln


Klangraum K
LichtKlangKontemplation

Mo 10. April 2017 · 20.00h (*)
Fr 14. April 2017 · 11.15h (**)
Lutherkirche
Martin-Luther-Platz · 50678 Köln

Rochus Aust · Drähte/Trompeten/Werkzeuge (*/**)
Florian Zwissler · Drähte/Orgel/Synthesizer/Werkzeuge (*)
Markus Hennes · Drähte/StimmeWerkzeuge (*/**)
Markus Aust · Drähte/Hawaiigitarre/Werkzeuge (*/**)


Die Selbsteinzäunung der Menschheit hat eine lange Tradition. Was zum Schutz vor halbwilden Longhorn-Rindern erdacht wurde, dann dem Schaf galt und kurz darauf dem Feind, wurde am 27. Oktober 1874 in der Neuen Welt patentiert: barbed wire, bissiger Draht, bekannt als Stacheldraht. Den Rest besorgte die Industrialisierung.

Gleiches gilt für den Käfig. Eingesperrt wurden zuerst die Tiere, dann die Bösen, zuletzt die Freiheit. Denn Schutz und Sicherheit sind nur auf Kosten der Freiheit zu haben. Wenn keiner reinkommen soll, kommt auch keiner raus. Raus und rein sind nur zwei Seiten der selben Münze, die mal auf die eine Seite fällt, mal auf die andere.
Und so wird der Schutz der Freiheit zum Schutz vor Freiheit. Der eigenen und der der anderen. Den Rest besorgt die Digitalisierung.

Da ein Käfig aber erstmal nur ein Zaun von oben ist, reicht uns zunächst der Stacheldraht.